DSGVO: Innsbrucker Unternehmen bietet Last-Minute-Hilfe

Tirol (23.05.18) – Neue Datenschutzverpflichtungen für Unternehmen ab 25.5.2018: Das Innsbrucker Unternehmen Institute of Microtraining bietet ein Online-Last Minute-Training an.

Am 25. Mai 2018 endet die zweijährige Übergangsfrist: Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), die am 24. Mai 2016 in Kraft getreten ist, entfaltet ab diesem Datum ihre volle Wirkung. Kaum ein EU-Gesetz hat in den letzten Jahren für so viel Wirbel gesorgt. Digitalisierungsexperte Dieter Duftner, Gründer von duftner.digital, berichtet von einer großen Verunsicherung: „Daten sind das neue Gold. Angst vor horrenden Bußgeldern herrscht bei Weltkonzernen, aber auch unter Bloggern, kleinen Firmen und Vereinen.“

Was ab dem 25. Mai tatsächlich passiert, ist kaum vorherzusagen. Zu erwarten ist, dass die DSGVO zuerst eine begrenzte Anzahl prominenter Unternehmen treffen wird, an denen sich Anwälte, Datenschutzexperten und dann Gerichte abarbeiten werden“, so Duftner.

Die Taktik, abzuwarten und darauf zu hoffen, dass man nicht erwischt werde, sei der falsche Ansatz. „Es drohen horrende Strafen und die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, ist groß. Die Datenschutzbehörde kann die Unternehmen jederzeit auffordern, ihre Verzeichnisse abzuliefern oder sie können anzeigt werden“, zeigt Duftner die Gefahren, die Verordnung zu ignorieren, auf.

Christian Schernthaner, MSc

Bei duftner.digital ist Christian Schernthaner der Experte für die Produktentwicklungen und Methodik/Didaktik.

Christian Schernthaner

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Tel.: +43  512  27 95 20

Es lassen sich Risiken minimieren, wenn man die Grundzüge der neuen Rechtslage kennt und notfalls auch noch kurzfristig darauf reagiert. Das Innsbrucker Unternehmen Institute of Microtraining (IOM) hat einen Onlinekurs zu den Spezifika der DSGVO entwickelt, um ein Bewusstsein für dieses Thema bei Unternehmen und ihren MitarbeiterInnen zu schaffen. „Wir verzeichnen ein großes Interesse an unserem DSGVO-Training. Die Fachhochschule Kufstein Tirol ließ sich ihre internen Datenschutzrichtlinien sogar in Form von digitalem Lerncontent von IOM maßschneidern“, erklärt Christian Schernthaner, Head of Product beim IOM. Der Nutzer erhält schnell und kompakt die wichtigsten Informationen zur DSGVO und zu Datenschutzrichtlinien. Gelernt wird bei IOM unter anderem mittels digitaler Lernmedien am Smartphone. Das in Innsbruck gegründete Unternehmen ist der europäische Pionier im Bereich „Mobiles Lernen“. „Das Potenzial von Lernen mit dem Smartphone entspricht dem Trend für „Learning AnyTime, AnyWhere, on AnyDevice“. Das Lernen der Zukunft wird on demand am Smartphone stattfinden. Als eigenständige und ergänzende Lernform zu traditionellen Maßnahmen.“, so Schernthaner.

Last-Minute-Tipps zur DSGVO:

  • MitarbeiterInnen schulen: Jede und jeder im Unternehmen muss über den Umgang mit personenbezogenen Daten Bescheid wissen.
  • Bestandsaufnahme der Daten. Um der Dokumentations- und Nachweispflicht der DSGVO gerecht zu werden, sollten alle Prozesse und Speicherorte bekannt sein, bei denen personenbezogene Daten verarbeitet werden.
  • Datenspeicherung prüfen: Es gibt bessere Plätze, um sensible Daten zu speichern, als in einer Cloud im fernen Ausland. Im Bedarfsfall müssen schnellstmöglich geeignete Speicherplätze gesucht werden.
  • Hinweispflicht nachkommen: Der Hinweispflicht zu personenbezogenen Daten kommt man am besten mit einem Hinweis auf der Homepage nach.
  • Tätigkeiten dokumentieren:  Lückenlose Aufzeichnungen über sämtliche Tätigkeiten in Bezug auf die DSGVO sind nicht notwendig. Bei einer Dokumentation für die Behörde muss das Bemühen jedoch eindeutig erkennbar sein. Die Dokumentationen sollten mit dem Verarbeitungsverzeichnis abgestimmt werden.
  • Einwilligung von VertragspartnerInnen: Unternehmen müssen sich nicht nur von allen Personen, die ihnen Daten zur Verfügung stellen, sondern auch von allen, denen sie Daten weitergeben, eine Einwilligung holen. In dieser muss angeführt sein, dass der Partner die gleichen Verpflichtungen wie das Unternehmen beim Umgang mit personenbezogenen Daten hat.
  • Ernennung eines Datenschutzbeauftragten (DSB): Nötig wird dieser sobald mehr als zehn Personen regelmäßig mit personenrelevanten Daten arbeiten.

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